13.07.09 - Kurzarbeit und finanzielle Probleme
Gerade jetzt ist das Thema Kurzarbeit durch die Finanzkrise Tag für Tag in den Medien vertreten. Viele Angestellte sind betroffen. In manchen Industriebetrieben werden teils nur zwei oder drei Tage von der eigentlichen Arbeitszeit geleistet. Dementsprechend verringert sich natürlich auch das Netto Gehalt, das am Monatsende oder zum 15. auf dem Konto landet. Wer sich, als von all den Problemen noch nichts zu sehen war, auf Kredit einen Whirlpool gekauft oder andere Dinge neu angeschafft hat, wird die Raten, die er nun zahlt, schmerzlich bemerken.
Fehlen bei einem ohnehin schon drastisch gekürzten Gehalt die Beträge für Raten noch zusätzlich, ist an ein normales Leben kaum noch zu denken. Es muss gespart werden, wo es nur geht. Da kann es schon einmal vorkommen, dass der Whirlpool leer und ausgeschaltet bleibt, weil man es sich nicht leisten kann, zu baden und auf die schnelle und kostengünstigere Dusche zurückgreifen muss. Dies ist zwar ärgerlich, aber durch die Einsparungen verhindert man wenigstens die Nachzahlungen bei den Nebenkosten. Vor allem die Kinder merken die veränderte finanzielle Lage. Die Eltern müssen viel öfter einmal Nein sagen, als früher.
Glück haben die Familien, in denen die Mutter die Möglichkeit hat, eine Arbeit zu finden. Die Zeiten, in denen der Vater nun zuhause ist, weil er wegen der Kurzarbeit nicht die ganze Woche benötigt wird, kann sie nutzen, um etwas dazu zu verdienen. Optimal ist diese Lösung sicher auch nicht, aber für eine Phase zur Überbrückung besser als Not und Sorgen. Es bleibt nur zu hoffen, dass es bald wieder aufwärts geht und auch wieder im Whirlpool gebadet werden darf.








