23.10.10 - Bang Bros vor Gericht

Spam Mails sind immer wieder Grund, auf die mangelnde Sicherheit im Internet hinzuweisen. Aufsehen erregen, dabei besonders Mail mit verbotenen oder pornografische Inhalten. Die User wissen dabei selbst nicht so recht, wie die Sender der Mails an ihre Adressen gelangen konnten.
Wie im Falle von Bang Bros, einem bekannten pornografischen Unternehmen aus Florida, sind die Sender der Mails aber meist einsichtig. Bang Bros willigte vor Gericht ein, seine Werbemaßnahmen nun kontrollieren zu lassen. Anscheinend war das Unternehmen in der Auswahl seiner Zielgruppe nicht gründlich genug. Die Schuld aber trägt in vielen Fällen die mangelnde Gesetzgebung, die keine klaren Richtlinien zur Beschaffung von Adressen und anderen Informationen vorgibt. Bang Bros hatte zwar unüberlegt gehandelt, doch wurde die Gesetzeswidrigkeit erst im Zuge des Gerichtsverfahrens festgestellt. Inwieweit nämlich Informationen für welche Zwecke verwendet werden dürfen, darüber herrscht weiterhin, abgesehen von einigen richtungweisenden Gerichtsprozessen, die größte Unklarheit.
Im digitalen Zeitalter verschwimmen die Grenzen, ob eine Mail nun vorsätzlich oder aus gutem Grund an die entsprechende Adresse gesendet wurde. Sollte die Politik nicht in der Lage sein, ein entsprechendes Verfahren zu Entwirrung des Rechtschaos im Netz zustande bringen, sind die Verbraucher weiterhin auf einzelne, ein Exampel statuierende Gerichtsurteile angewiesen.

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